HELFEN – ABER WIE?

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    Zugegeben, eigentlich habe ich noch einige Blogposts “auf Lager” – Fotos von Stockholm und auch Reiseberichte aus Malaysia und aus Singapur. Aber momentan fällt es mir schwer, hier Bilder von wunderschönen Orten zu posten, während täglich tausende Menschen aus Kriegsgebieten – ihrer Heimat – flüchten.

    Ja, ich war am Montag bei der Demo auf der Mariahilferstraße. Für einen menschlichen Umgang mit Flüchtlingen. Weil das wichtig ist. Doch da geht noch mehr. Immer wieder höre ich – ich würde ja gerne helfen, aber wie? Deshalb habe ich hier sechs Punkte aufgelistet, wie man sich informieren und aktiv Hilfe leisten kann. (Es gibt sicher noch zahlreiche weitere Möglichkeiten – gerne könnt ihr mir weitere Infos in einem Kommentar hinterlassen und ich ergänze die Liste.)

    1. Verstehen

    Wie funktioniert Flucht eigentlich? Was treibt die Menschen dazu, ihr Land zu verlassen? Ein Kurzvideo der Caritas behandelt diese Fragen. Außerdem hat die Caritas auf ihrer Website zahlreiche Fakten zum Thema Flucht zusammengefasst.

    Fakten zum Thema Asyl finden sich auf der UNHCR-Website; eine Broschüre klärt über die wichtigsten Begriffe und die häufigsten Vorurteile auf.

    2. #mundaufmachen

    Immer mehr bekannte Personen äußern sich zur aktuellen Flüchtlingssituation, zuletzt ging ein Video von Joko und Klaas durch die sozialen Netzwerke. Mich persönlich hat ein Kommentar von Anja Reschke in den ARD Tagesthemen Anfang August sehr angesprochen: “Dagegen halten, Mund aufmachen, Haltung zeigen.” In Wien gingen am 31. August 20.000 Personen unter dem Motto “Mensch sein in Österreich” auf die Straße und machten den Mund auf.

    3. Wien: Hilfe am West- und Hauptbahnhof

    In Wien werden am West- und am Hauptbahnhof Sachspenden entgegengenommen, sortiert und an Flüchtlinge verteilt. Was genau wo benötigt wird, findet man laufend auf Twitter (#infotrain, #trainofhope, #westbahnhof, #hauptbahnhof) – auf der Seite refugees.at sind alle Tweets übersichtlich zusammengefasst.

    4. Freiwilligenmesse im Rathaus Wien

    Wer helfen möchte, kann sich am 5. und 6. September auf der Freiwilligenmesse im Wiener Rathaus informieren: Rund 80 gemeinnützige Einrichtungen informieren unverbindlich über die Bandbreite freiwilligen Engagements und freuen sich auf neue freiwillige MitarbeiterInnen.

    5. Stadt Wien: Plattform für ehrenamtliche Hilfe

    Wer gerne Geld spenden möchte bzw. Sachspenden, Zeit oder Wohnraum zur Verfügung stellen will, dem bietet die Stadt Wien gemeinsam mit zahlreichen NGOs eine übersichtliche Online-Plattform. Bei den Zeitspenden kann man z. B. nach verfügbarer Zeit und Wochentag suchen, um geeignete Einträge zu finden.

    6. Privatinitiative: Deutschkurs für Traiskirchen

    Anfang August startete die Privatinitiative “Deutschkurs für Traiskirchen”: Freiwillige lernen mit Flüchtlingen in entspannter Atmosphäre Deutsch im Park. Ziel ist nicht nur der Spracherwerb, sondern auch eine sinnvolle gemeinsame Beschäftigung. Mitmachen kann man sowohl unter der Woche als auch am Wochenende.

    Falls ihr noch weitere Tipps habt, wie man helfen kann – ich freue mich auf eure Kommentare.

    © 2015, Martina Schildendorfer. All rights reserved.

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